Ein Beruf mit traditionellem Handwerk und angewandter Elektrochemie. Luigi Galvani, ein italienischer Arzt, entdeckte am 6. November 1780 den nach ihm benannten Galvanismus - nämlich das Abscheiden von Metallen mit Hilfe von Gleichstrom.
Technisch anwendbar wurde dieses Verfahren erst nach 1860, also nachdem Werner Siemens die Dynamomaschine erfand.
Dieses Elektroplattieren löste das aufwendige "Sheffield Plate", entdeckt 1743 von dem englischen Messerschmied Thomas Boulsover, sehr schnell ab.
Die Altonaer Silber Werkstatt in Hamburg restauriert in die Tage gekommenes Tisch- und Tafelgerät und beschert ihm wieder neuen Glanz. Man bedient sich dabei ältester Techniken und modernster Elektrochemie.
Ganz am Anfang steht das Reinigen, Vorschleifen (Bild 1) und das Entfernen der hartnäckigen Oxyde. (Bild 2) Das sich anschließende Vorpolieren erfordert sehr viel Geschick und Augenmaß. (Bild 3 + 4)
Ab jetzt geht es weiter in der „Giftküche" von Friedhelm Hänsch. (Bild 5) Vor dem Galvanisieren stehen aufwendige Prozesse um die Antiquitäten zu reinigen und zu entfetten. (Bild 6 + 7) Nun kann die Kundenware zum Versilbern in das Galvanisierbad. Ganz sorgsam wird die Zeit und die Stromdichte eingestellt. (Bild 8)
Doch Achtung, es kann nur dort Silber herauskommen wo auch Silber hineingekommen ist. Daher werden die Anodenkörbe mit Feinsilbergranulat aufgefüllt. (Bild 9 + 10)
Nachdem nun die erwünschte Schichtdicke erreicht ist, muss das neu versilberte erst einmal ruhen. (Bild 11 + 12) Nach mehreren Tagen der Ruhe im Wasserbad bekommen die Oberflächen das Finish, die Feinpolitur, welche die an sich schon veredelte Oberfläche zusätzlich nochmal mechanisch verdichtet und damit noch weiter aufwertet. (Bild 13)
Dank handwerklicher Schleif- und Polierkunst, dank Galvani und Siemens - der Aufwand hat sich gelohnt. (Bild 14) ...zurück...