klein aber fein...

130 Jahre Hamburger Handwerkstradition

„Die beschauliche Welt eines Silberschmieds mit nostalgisch anmutenden Hämmerchen und Blechscheren, Lötlampe und Amboss.“ So beschreibt das Hamburger Abendblatt im Jahr 2003 in einer ausführlichen Reportage die Altonaer Silber Werkstatt.
Traditionelle Handwerkskunst, verbunden mit ein wenig Nostalgie, das zeichnet die „Altonaer Silber Werkstatt“ mit ihrer über 130-jährigen Geschichte aus. Der Handwerksmeister Friedhelm Hänsch übernahm 1998 die bereits im Jahre 1877 unter dem Namen „Silber-Specht“ gegründete Firma, die heute von seiner Tochter, der Galvaniseurmeisterin Maxi Hänsch, weitergeführt wird.

Wie alles begann...

Die Firma Silber-Specht entstand aus der Reparaturwerkstatt für Tisch- und Tafelsilber des Herrn H.A. Peters, der vermutlich schon weit vor dem Jahr 1835 das Tafelsilber der Stadt Hamburg und seiner wohlhabenden Bürger pflegte und reparierte. Mit ihrer hervorragenden Qualitätsarbeit betreute die in der Hamburger Bechtstraße 21 ansässige Firma Silber-Specht auch das Silber hanseatischer Hotels bis weit in das 20. Jahrhundert hinein. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, nach dem Ableben des letzten Inhabers, Carl Specht, kaufte die Firma Giffhorn das Unternehmen. Werkstatt und Galvanoanstalt siedelten um nach Hamburg-Altona, wo sie bis heute betrieben werden.

Die Altonaer Silber Werkstatt

In dieser Zeit lernte Friedhelm Hänsch die beiden Altgesellen der Firma Silber-Specht kennen. Er war begeistert von ihrer Arbeit und erlernte die traditionellen Techniken. Nach umfangreicher Ausbildung erwarb er zwei Meistertitel: "Schneidwerkzeugmechaniker-Meister" in Hamburg und "Galvaniseur und Metallschleifer-Meister" in Berlin.

Mit diesen Grundlagen wurde Friedhelm Hänsch Leiter der Silber-Specht Betriebe und übernahm 1998 von seinem bisherigen Arbeitgeber die Werkstattbereiche Manuelle Schleiferei, Poliererei, Silberwerkstatt und Galvanik. Die "Altonaer Silber Werkstatt" wurde gegründet.

Unsere Arbeit in der Altonaer Silber Werkstatt wird geprägt von den Visionen des Seniors: absolut kompromisslose Qualitätsarbeit, permanenter Ausbau des hohen Fachwissens, gepaart mit liebevoller stil- und materialgerechter Aufarbeitung. Auch die längst in Vergessenheit geratene Handwerkskunst des Flamm- oder Feuervergoldens wurde zu neuer Blüte entwickelt.

Der Qualitätsstandard der Altonaer Silber Werkstatt liegt am obersten Ende des "technisch Machbaren". Selbst schwierigste Reparaturen und Restaurierungen an Unikaten und antiken Kostbarkeiten sind keine Seltenheit mehr.

Als ihr Vater verstarb, übernahm Maxi Hänsch den Betrieb früher als geplant. Mit ihrer Ausbildung als Galvaniseurmeisterin, der von ihrem Vater ererbten Liebe zu Material, Qualität und Detail und nicht zuletzt mit der Hilfe aller engagierten Mitarbeiter ist gelungen, was heute nur noch selten anzutreffen ist: die Bewahrung traditioneller Handwerkskünste - auch über die nächste Generation hinaus.